Güntert Industrievertretungen

Projekte & Einblicke

Wenn der Kolben streikt,

steht alles.

Wie wir die Lebensdauer eines Hydraulikaggregats verdoppelt haben – bei null Mehrkosten und ohne die Konstruktion anzutasten.

Der Engpass:

Ein Kolben in einem Hydraulikaggregat eines Baggers erreichte bereits nach ca. 10.000 Hüben seine Verschleißgrenze. Das Problem: Fällt das Aggregat aus, steht der gesamte Bagger und damit die Baustelle still. Die Vorgabe des Kunden war herausfordernd: die Lebensdauer auf 20.000 Hübe zu verdoppeln, ohne zusätzliche Kosten zu verursachen. Die zentrale Herausforderung dabei: Die bestehende Konstruktion durfte nicht verändert werden, da Anpassungen am Bauraum erhebliche Kosten verursacht hätten. Das Aggregat musste 1:1 austauschbar bleiben. Die bisher eingesetzten Standardwerkstoffe konnten diese Anforderungen nicht erfüllen.

Die Lösung:

Anstatt die Konstruktion anzupassen, lag der Fokus gezielt auf der Optimierung von Werkstoffen und Härteverfahren. Durch die Übertragung von Material- und Prozess-Know-how aus anderen Branchen identifizierten wir einen Werkstoff, der im Hydraulikumfeld bislang ungenutzt war. Kombiniert mit der präzisen Abstimmung von Härteverfahren wie Nitrocarburieren oder Vakuumhärten erreichten wir eine höhere Härte bei absolut verzugsfreier Fertigung. Ein entscheidender Erfolgsfaktor: Das neue Material ließ sich trotz verbesserter Leistungsfähigkeit besser bearbeiten.

Werkstoff-Transfer

Übertragung von Know-how aus anderen Branchen. Einsatz eines leistungsfähigeren, hervorragend zu bearbeitenden Werkstoffs, der in der Hydraulik zuvor nicht genutzt wurde.

VERFAHRENS-TECHNIK

Präzise Abstimmung von Werkstoff und Verfahren (z.B. Vakuumhärten, Nitrocarburieren). Das garantiert eine höhere Härte und eine verzugsfreie Fertigung.

Plug & Play

Das Aggregat bleibt 1:1 austauschbar. Keine Änderung der Konstruktion erforderlich, was Folgekosten an angrenzenden Komponenten eliminiert.

Das Ergebnis:

Die Lebensdauer des Kolbens wurde exakt von 10.000 auf 20.000 Hübe verdoppelt. Das Bauteil wurde signifikant verbessert – bei unveränderter Konstruktion und gleichbleibenden Kosten. Trotz neuem Werkstoff und Verfahren entstanden keine Mehrkosten oder Erhöhungen der Bauteilkosten. Das Resultat ist eine extrem zuverlässige und wirtschaftliche Lösung für den Serienbetrieb.